Sprachförderung ganzheitlich eingebettet im Alltag erleben
Sprachförderung findet im Kindergarten überall und immer statt. Wenn Ihr Kind in den Kindergarten kommt und undeutlich oder gar nicht spricht, wird es im Kindergarten „indirekt gezwungen“ zu sprechen, da die Kinder und auch die Erzieherinnen nicht die Worte verstehen, die Eltern verstehen. Kinder schauen sich sehr viel von anderen Kindern ab, hören zu und ahmen nach. (Leider nicht immer nur die schönen Worte.)
Wenn die Kinder zusammen spielen, findet in den meisten Spielen immer ein Dialog statt. Die Kinder unterhalten sich über den Inhalt der Spiele, geben Anweisungen, diskutieren, streiten manchmal usw.
In gemeinsamen Runden wird sehr viel gesprochen. Entweder in einer Gesprächsrunde, in der jedes Kind etwas sagen darf, bei einer Geburtstagsfeier, wo alle Kinder gratulieren, bei Bilderbuchbetrachtungen usw.
Des Weiteren sind in den Gruppen sprachanragende Spiele vorhanden, d. h. die Kinder werden auch dabei unbewusst zum Sprechen animiert.
Einmal wöchentlich kommt Frau Heitze und liest acht Kindern aus den jeweiligen Gruppen ein Bilderbuch vor. Dabei steht bei ihr auch immer das Gespräch im Mittelpunkt. Frau Heitze geht mit der Kleingruppe ins Käferzimmer.
Wie Sie in unserer Konzeption sehen, hat Bewegung in unserem Kindergarten einen hohen Stellenwert. Die Entwicklung der Sprache steht in engem Zusammenhang mit der Bewegung. Die Kinder haben bei uns regelmäßig/fast immer die Möglichkeit, ihre Bewegungsfähigkeit zu fördern, was zugleich auch ihre Sprachfähigkeit unterstützt. Kinder schauen sich viel von anderen Kindern ab und probieren das Gesehene entsprechend ihrem Entwicklungsstand aus.
Für die gezielte Sprachförderung für Kinder, die nach dem Sprachstandfeststellungsverfahren Sprachförderung erhalten, haben wir eine Honorarkraft eingestellt. Catharina Stahl arbeitet immer montags und freitags mit den betreffenden Kinder gruppenübergreifend. Dies geschieht auch ganzheitlich, d. h. sie macht unterschiedliche Angebote, wobei das ganze Kind gefordert wird, z. B. durch Malangebote, Bilderbuchbetrachtungen, Bewegungsspiele in der Turnhalle usw.
Mit den zukünftigen Schulkinder machen wir seit drei Jahren ein Ohrentraining zur phonologischen Bewusstheit. Die Kinder lösen gemeinsam mit Wuppi vom Planeten Wupp zwei Mal pro Woche, fünf Monate lang, Aufgaben indem sie z. B. reimen, Silben klatschen usw.
Gemeinsam Bilderbücher anschauen, ist interessant. Dabei erzählen sich die Kinder, was sie sehen.
Mit Frau Heitze ins Käferzimmer gehen, ist immer was Besonderes. Einmal in der Woche kommt sie zum gruppenübergreifenden Vorlesen für ca. sechs Kinder.